Die Fläche ist Kaltluftentstehungsfläche und stellt darüber hinaus im südlichen Bereich ein riesiges natürliches Sammelbecken für Wasser, z.B. nach Starkregenereignissen dar.
Die Bezirksregierung Düsseldorf führte am 13. März 2025 (Vortrag Frau Gruß) zur damaligen Planung aus, dass das Plangebiet als Grünfläche eine sehr hohe thermische Ausgleichsfunktion für angrenzende überwärmte Siedlungsbereiche besitzt (Quelle öffnen)
Die bebaute Fläche wurde in der aktuellen Planung um lediglich 15% (von17,3 auf 14,8 ha) reduziert.
Aussage von Bayer 04Durch die Reduktion der Fläche, den nach der geänderten Planung verbreiterten Offenlandkorridor sowie die geänderte Anordnung des Gebäudes werde die Durchlüftung erhalten und die klimatische Belastung begrenzt. Zudem habe die Kaltluftentstehungsfläche keine regionale Bedeutung.
Grüne EinordnungAuch eine optimierte Planung ersetzt den heutigen offenen Landschaftsraum nicht. Gebäude, Wege sowie intensiv gepflegte Natur-, Hybrid- und Kunstrasenflächen verändern Wärmehaushalt, Wasserbedarf und Verdunstung. Insbesondere Kunstrasenplätze heizen sich im Sommer massiv auf und können damit zusätzliche Wärmeinseln erzeugen.
Angesichts häufiger Hitzesommer ist der Erhalt zusammenhängender Kalt- und Frischluftflächen von hohem, langfristigen Wert.
Nach aktueller mündlicher Auskunft der Bezirksregierung führt weder die Flächenreduktion um 15% noch die neue Datenlage lt Klimaanalyse NRW 2026 (Quelle öffnen) zu einer grundsätzlich neuen Einschätzung.
Gleichzeitig stellt der Fachbeitrag des LANUK klar, dass Monheim aufgrund der nächtlichen Wärmebelastung landesweit zu den am stärksten betroffenen Gemeinden mit "sehr hoher regionalplanerischen Handlungspriorität" zählt, fast 80% der Einwohner und Einwohnerinnen leben in Bereichen mit "dringendem Handlungsbedarf" aufgrund der Hitzebelastung.
Hier kommt dieser Kaltluftentstehungsfläche eine wichtige Bedeutung zu, vor allem für den Monheimer Süden: dort sorgt sie für nächtliche Abkühlung insbesondere an heißen Sommertagen. Diese Ereignisse werden zunehmen.
Die Fläche ist im südlichen Bereich und westlich des Wäldchens aufgrund der Topographie ein großes natürliches Regenrückhaltebecken bei Starkregenereignissen (Quelle öffnen). Bei Bebauung mit Fußballplätzen würden diese Senken zumindest teilweise nivelliert (Aussage Dannenberg, Tecarena). Wo heute Regenwasser auf natürliche Weise aufgenommen und gespeichert wird, entstünden versiegelte Flächen. Die Fläche trägt heute zur Versickerung, Verdunstung und zum Wasserrückhalt bei – eine wichtige Funktion, die angesichts zunehmender Starkregen- und Hochwasserereignisse immer wertvoller wird. Die natürliche Rückhaltefunktion der Fläche würde reduziert.