Pressemitteilung
Nach intensiven Gesprächen keine Einigung zum Campus-Standort. Bündnisparteien bleiben gesprächsbereit – Freiflächenschutz bleibt für sie jedoch der entscheidende Maßstab
Die Bündnisparteien haben in den vergangenen rund sechs Monaten intensive und konstruktive Gespräche mit Bayer 04 Leverkusen über die Planungen eines neuen Sportcampus geführt. Gemeinsam mit Monheims parteiunabhängiger Bürgermeisterin Sonja Wienecke wurden zahlreiche Gesprächsrunden genutzt, um Möglichkeiten für eine tragfähige Lösung auszuloten.
Dabei ist ausdrücklich festzuhalten, dass Bayer 04 im Laufe des Prozesses Anpassungen an der ursprünglichen Planung vorgenommen hat. Die Anzahl der Trainingsplätze wurde reduziert, Gebäudevolumen angepasst und zusätzliche Grün- und Pufferflächen vorgesehen. Die zuletzt vorgestellte Planung umfasst dennoch weiterhin eine Anlage mit 10,5 Fußballfeldern auf rund 15 Hektar Fläche inklusive Funktionsgebäuden, Flut- und Wachstumslichtanlagen sowie weitererInfrastruktur.
Trotz der vorgenommenen Änderungen sind wir nach intensiver Prüfung und Abwägung zu dem Ergebnis gekommen, dass die vorgelegte Planung an der Alfred-Nobel-Straße für Monheim am Rhein nicht tragbar ist.
Monheim am Rhein gehört zu den am dichtesten besiedelten Städten Nordrhein-Westfalens. Gerade deshalb kommt den wenigen verbliebenen Freiflächen eine besondere Bedeutung für Natur, Klima, Naherholung und die Lebensqualität unserer Bürgerinnen und Bürger zu. Der Schutz dieser Freiräume bleibt für uns ein zentraler Maßstab politischen Handelns.
Im Verlauf der Gespräche haben die Bündnisparteien Bayer 04 zahlreiche alternative Vorschläge unterbreitet – sowohl innerhalb des Stadtgebietes als auch im Hinblick auf interkommunale Lösungen gemeinsam mit Leverkusen. Bayer 04 hat diese Optionen überwiegend mit Verweis auf Umweltrestriktionen, fehlende Flächenverfügbarkeiten oder unternehmensinterne Prioritäten, insbesondere den Erhalt von Expansionsreserven, als nicht umsetzbar bewertet. Diese Argumente sind aus Sicht des Unternehmens nachvollziehbar und respektabel.
Für uns als Vertreter der Stadt Monheim am Rhein bleiben jedoch der Schutz von Freiflächen, Natur und Wohnumfeld die ausschlaggebenden Kriterien. Deshalb kann die bisher vorgelegte Planung an der Alfred-Nobel-Straße aus unserer Sicht nicht weiterverfolgt werden.
Die Gespräche haben zugleich gezeigt, dass die Planungen nördlich des Pflanzenschutzzentrums offenbar an einem Endpunkt angekommen sind. Bayer 04 sieht nach eigener Darstellung keine Möglichkeit mehr, die Anlage in einem Umfang weiter zu reduzieren, der den Anforderungen der Bündnisparteien gerecht werden könnte. Teilweise ist dies nachvollziehbar, da die Anlage aus Sicht von Bayer 04 weiterhin die Funktion eines leistungsfähigen Trainingszentrums erfüllen soll.
Unverändert bleiben die Bündnisparteien jedoch gesprächsbereit. Unsere Angebote für alternative Lösungen bestehen weiterhin – ausdrücklich auch im Hinblick auf interkommunale Modelle auf Flächen in Monheim und Leverkusen. Sollte Bayer 04 neue Ansätze oder alternative Standorte prüfen wollen, stehen wir für weitere Gespräche offen zur Verfügung.
Nach langen und intensiven Verhandlungen bleibt jedoch festzuhalten: Für den Standort an der Alfred-Nobel-Straße konnte keine gemeinsame tragfähige Lösung gefunden werden.
gez.
Markus Gronauer
Vorsitzende, CDU-Fraktion
Dr. Sabine Lorenz
Vorsitzende, Fraktion Bündnis 90/Die Grünen
Alexander Schumacher
Vorsitzender, SPD-Fraktion
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