CO-Pipeline: Verwaltungsgericht stoppt Bayer erneut

Die dritte Kammer des Verwaltungsgerichts Düsseldorf hat am 26. Mai 2006 den Antrag der Firma Bayer Material Science AG auf Inbetriebnahme der bereits weitgehend fertiggestellten CO-Pipeline abgelehnt. Damit bleibt deren Betrieb weiterhin untersagt. Dazu der Grüne NRW-Landtagsabgeordnete Johannes Remmel:

"Wir begrüßen die Entscheidung des Düsseldorfer Verwaltungsgerichts gegen die Inbetriebnahme der BAYER-CO-Pipeline. Damit wurde der Arroganz von BAYER erst einmal ein Riegel vorgeschoben. Mit Macht wollte Bayer die Pipeline gegen den Willen einer ganzen Region durchdrücken.

Bemerkenswert ist, dass das Gericht festgestellt hat, dass die Sicherheitsstandards im Laufe des Baus nicht verbessert, sondern sogar noch verschlechtert worden sind. Die Verschlechterungen sind erst durch unser intensives Nachhaken im Umweltausschuss des Landtags öffentlich geworden. Wir fühlen uns bestätigt, dass die CO-Pipeline nicht mit dem Allgemeinwohl verträglich ist und ein Katastrophenfall nicht beherrschbar wäre. Die Landesregierung täte gut daran, sich endlich für die Menschen einzusetzen und nicht für rein privatwirtschaftliche Interessen von BAYER.

Wir fordern die Landesregierung und BAYER auf, nicht weiter Zeit zu verspielen und endlich von dem Pipeline-Projekt Abstand zu nehmen und dezentrale CO-Versorgungskonzepte für die BAYER-Standorte zu entwickeln. Dies ist in jedem Fall wirtschaftlicher und sichert besser Arbeitsplätze, als weiter auf langwierige Gerichtsverfahren zu setzen."

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