Antrag: Förderkonzept Dach- und Fassadenbegrünung

An den Vorsitzenden des ASUBV, Herrn Tim Kögler

Sehr geehrter Herr Kögler,
im Namen der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN bitte ich Sie folgenden Antrag auf die Tagesordnung des kommenden Ausschusses für Stadtplanung, Umwelt, Bau und Verkehrswesen am 18.02.2016 zu setzen:

Die Stadtverwaltung wird beauftragt, bis zur Jahresmitte 2016 ein Förderkonzept für die Fassaden- und Dachbegrünung für die Stadt Monheim am Rhein zu entwickeln, um bei Neubauten und Sanierungen das Anlegen von begrünten Dächern und das Begrünen von Fassaden zu fördern. Im Rahmen des Förderprogrammes sollen Eigentümer Zuschüsse zu den Investitionskosten erhalten. Um den Anreiz attraktiv zu gestalten, sind Förderungen bis zu 50% der Kosten möglich. Die Stadt prüft bei öffentlichen Neubauten und Sanierungen grundsätzlich die Möglichkeiten der Dachbegrünung und setzt diese bei positivem Ergebnis um.

Begründung

Begrünte Dächer und Fassaden zeichnen sich durch sehr gute ökologische, klimatische und optische Eigenschaften aus. Sie wirken sich positiv auf das Stadtklima aus und tragen dazu bei :

+ innerstädtische CO2- Emissionen zu reduzieren, binden Staub und Schadstoffe,

+ haben einen kühlenden Effekt für das Gebäude,

+ erhöhen die Naturfläche und die Artenvielfalt in der Stadt,

+ begrünen das Stadtbild

Für Dachbegrünungen gilt zusätzlich, dass sie 40-90% des Niederschlagswassers zurück halten und deren Abfluss z.B. bei Starkregen verzögern.

Verdeutlicht wird die positive kleinklimatische Wirkung von Dachbegrünungen durch das Mitte 2015 unter Federführung des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) erarbeitete "Grünbuch Stadtgrün". 

Das zu entwickelnde Förderkonzept zur Gebäudebegrünung ergänzt das kommunale Klimaschutzkonzept der Stadt Monheim am Rhein um einen Teilaspekt der Klimafolgenanpassung.

Ein gutes Beispiel für ein solches Konzept setzt die Stadt Bocholt um. Die Antragstellung auf Gewährung der Fördermittel (hier bis zu 50% der Investitionskosten, max. 3.000 Euro pro Gebäude) ist einfach, übersichtlich und bürgerfreundlich.

Eine Kombination mit der Photovoltaik auf Dächern sind ohne weiteres möglich und hätten einen doppelten Klimaschutzeffekt (Quelle: Beratungsleitfaden Dachbegrünung und Photovoltaik der Stadt Hannover) .

Mit freundlichen Grüßen

gez.

Manfred Poell
(Fraktionsvorsitzender)

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