Pressemitteilung zur Ansiedlung IMR (25. Nov. 2008)


GRÜNE: Staubbelastung im "Industriegebiet Rheinpark" vermeidbar

Schon im nächsten Sommer will der Schrottverwerter IMR im Rheinpark den Betrieb aufnehmen. Die Stadt kann sich freuen: Ein großes Grundstück auf dem Shellgelände wurde verkauft, die BSM wird Tonnage auf ihre Schienen bekommen und Monheim ca.50-60 neue Arbeitsplätze. Beim Blick auf vergleichbare Anlagen stellt sich aber rasch die Frage, ob der Preis für die Stadt und insbesondere die Anwohner am Ende nicht zu hoch war. Dicke Wände um die geplante Metallschrederanlage werden vielleicht den Lärm dämpfen, gegen die Staubbelastung werden sie wahrscheinlich nicht effizient genug schützen. Viel Staub dürfte schon beim Anliefern und Sortieren der Altmetalle sowie bei deren Befördern in die Anlage aufgewirbelt werden. Angesichts des behandelten Materials wird dabei nicht nur mit "simplem" Eisenrost gerechnet, sondern auch mit Schwermetallstäuben jeglicher Couleur sowie Blei oder Cadmium enthaltenden Altlacken. Schon der Begriff "Rheinpark" suggeriert Anderes als einen Staub emittierenden Schrottverwerter. Erst recht die schicken Gewerbebauten, die beleuchtete Wasserachse und die Strandbar auf dem Monberg wollen dazu nicht ins Bild passen. Eigentlich sucht die lokale Wirtschaftsförderung "moderne" High-Tech-Betriebe mit "innovativen" Techniken, denen ein "Kreativität förderndes Umfeld" geboten werden soll. Die bringen aber keine Tonnage auf die Bahn. Die Monheimer GRÜNEN sind nicht grundsätzlich gegen eine Industrieansiedlung im Rheinpark, wenngleich der LKW-Verkehr dadurch sicherlich zunehmen und der kreuzende Eisenbahnverkehr für noch mehr Behinderungen sorgen wird. Aber die befürchtete Staubbelastung wäre vermeidbar, indem man den Schrottverwerter vollständig einhaust und die Abluft entstaubt. Das kostet zwar mehr Geld, wäre aber für einen potentiellenStaubemittenten nicht ungewöhnlich und auch mit Blick auf die Lärmdämmung und die "äußere Optik" die beste Lösung. Das Industriegebiet auf dem Shellgelände befindet sich in einer problematischen Nähe zu den angrenzenden Gewerbegebieten und zur Wohnbebauung Niederstraße / Malerviertel. Diese Tatsache kann nicht ignoriert werden, sondern es müssen besonders strenge Kriterien angelegt werden in Hinblick auf ein zu realisierendes Immissionsschutzkonzept.

 
 
 

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